louis 20140412Allgemeines:
Der Hund, den Sie aus dem Tierheim geholt haben, hat bereits ein oder mehrere Schicksale hinter sich. Sein Leben ist also bereits geprägt. Gewisse Verhaltungsstörungen aufgrund schlechter Erfahrungen sind deshalb nicht von der Hand zu weisen. Es ist wichtig das Sie ihm die Möglichkeit des Sichkennenlernens einräumen. 

Verlangen Sie anfangs nicht zu viel und drängen Sie nicht auf sofortigen engen Kontakt. Der Hund will sich erst an Sie heranschnuppern, und wenn er Sie dann akzeptiert hat, will er auch gerne folgen.

Ist er noch ungezogen, gilt es nicht, Härte anzuwenden, sondern Einfühlungsvermögen und Konsequenz. Sie müssen "Oberwasser" beweisen!

Lassen Sie ihn auf keinen Fall anfangs von der Leine! Beobachten Sie sein Verhalten beim Herannahen anderer Hunde und lassen Sie ihn den anderen Hund beschnuppern, sofern Letzter nicht feinlich gesinnt ist. Der Spaziergang an der Leine ist auch deshalb wichtig, weil der Hund Sie erst einmal akzeptieren muß, bevor Sie Erwartungen an ihn stellen können. Er muß Sie erst als "Redelsführer" anerkennen! Später, in gefahrloser Gegend (weg vom Autoverkehr), ist ein Loslassen von der Leine in Ordnung.

Bedenken Sie auch den Einfluß von läufigen Hundedamen auf Ihren Rüden. Zu dieser Zeit kommt ein Rüde richtig im "Streß". Im Verarbeiten dieser biologischen Vorgänge zwischen den Geschlechtern neigen Rüden besonders stark zu Kampfeslust untereinander. Ausnahmen gibt es natürlich auch. Diese Hundebesitzer können sich fast glücklich schätzen!

Pflege:
Regelmäßige Pflege dient der Vorbeuge von Krankheiten.

Ohren: 
Alle 14 Tage überprüfen und mit einem Wattepad - in Öl oder Ohrentropfen getränkt - reinigen (von Wattestäbchen wird abgeraten!). Hält Ihr Hund den Kopf schief und schüttlet er ihn häufig, so gehen Sie zum Tierarzt. Ohrenerkrankungen sind meist langwierig und schmerzhaft, wenn sie einmal verschleppt werden.

Augen: 
Regelmäßig mit feuchtem Kleenex auswischen, besonders wenn sich in den Winkeln Sekret zeigt.

Pfoten und Zähne: 
Regelmäßig kontrollieren. Mit Spezialmittel für die Zähne kann man verhindern, dass der Hund später Zahnstein bekommt.

Gassi gehen: 
Jeder Hund muß zirca 4 mal am Tag ausgeführt werden, um seine Notdurft zu verrichten. Dabei schätzt er natürlich einen ausgiebigen Spaziergang. Je später der Ausgang am Abend ist, desto länger können Sie am nächsten Morgen im Bett bleiben!

Ruhe: 
In der Wohnung hat der Hund seinen festen Platz: Eine Kiste oder einen Korb, der in einer möglichst ruhigen Ecke stehen sollte.

Schutzimpfungen:
Fragen Sie Ihren Tierarzt, wann und welche Impfungen nötig sind. Hierzu können wir Ihnen keinen pauschalen Rat geben.