Bei den Würmern (Vermes) unterscheidet man drei Hauptgruppen:
• Plattwürmer (z.B. Bandwürmer)
• Rundwürmer (z.B. Spulwürmer)
• Gliederwürmer (z.B. Regenwürmer, Blutegel)

Die meisten parasitisch lebenden Würmer (Helminthen) sind Plattwürmer und Rundwürmer. Sie entwickeln sich über Larvenstadien direkt im Wirt bzw. über einen oder mehrere Zwischenwirte.

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Hakenwürmer wie beispielsweise Uncinaria stenocephala sind blutsaugende Dünndarmparasiten mit einer Größe von < 1,2 cm.

Hakenwürmer verursachen blutige Darmentzündungen bei Mensch, Hund und Katze 

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Spulwürmer (Askariden) wie Toxocara canis sind die 
größten Rundwürmer und kommen im Dünndarm vieler Tiere vor. 
Einige Formen haben Wanderlarven. Welpen können auf diese Weise häufig schon im Mutterleib (intrauterin) oder über die Muttermilch (galaktogen) infiziert werden.
Der Mensch fungiert als Fehlwirt, bei dem eine unvollständige Wanderung stattfindet.

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Peitschenwürmer wie Trichuris vulpis, ein blutsaugender, peitschenähnlicher Wurm von bis zu 7,5 cm Größe parasitieren im Blinddarm von Mensch, Schwein, Wiederkäuern und Fleischfressern.
Symptome der Erkrankung sind Abmagerung, Darmentzündung und Kräfteverfall.

Ein ganz fieser Geselle unter den Bandwürmern ist der Echinococcus multiloculraris, auch bekannt als "Kleiner Fuchsbandwurm". 
Er sieht den Menschen als Zwischenwirt an und bildet multiple, gefährliche wurm5Finnenblasen in der Leber, dem Gehirn oder der Lunge, die dort beim Menschen zu schweren Schäden führen.

Bodennah wachsende Früchte wie Beeren und Pilze können mit Bandwurmeiern behaftet sein und sind dadurch eine gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen. Sie sollten niemals ungewaschen gegessen werden. 

Im Umgang mit vierbeinigen Mäusefängern ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Hände, die das Fell in der Afterregion berührt haben, dürfen nicht ungewaschen zum Mund geführt werden.
Auch sollten Hunde und Katzen, die Mäuse fressen, regelmäßig entwurmt werden. Der Tierarzt verabreicht ein gegen den Fuchsbandwurm besonders wirksames, rezeptpflichtiges Medikament. Die Darmparasiten sterben dadurch ab und die Produktion von Wurmeiern wird unterbrochen.

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Die Bandwürmer der Gruppe Taenia spp. können bis zu 200 cm lang werden. Die Erkrankung verläuft oft symptomlos, selten kommt es zu Verdauungsstörungen oder Abmagerung. Bei starkem Befall kann es jedoch evtl. zum Darmverschluss kommen.

Bandwürmer der Gruppe Mesocestoides spp. könnenwurm7bis zu 250 cm lang werden. Im Falle einer Erkrankung sind die selten auftretenden Symptome z.B. Appetitlosigkeit und ein struppiges Haarkleid.