hund impfungen

Zum Schutz des Hundes sind bestimmte Schutzimpfungen unbedingt anzuraten. 

Mit Ausnahme der Tollwut können alle diese hochgefährlichen  Krankheiten auch durch den Besitzer, Besuch usw in die Wohnung eingeschleppt werden. Tollwut ist für Auslandsreisen gesetzlich vorgeschrieben. 

Die Anfangsimmunisierungen fangen ideal im Alter von 9 Wochen an. Drei bzw vier Wochen nach der Erstimpfung muss die Aufrischung erfolgen. Diese Wiederholungen gibt es nur im ersten Jahr, ab dem zweiten wird jede Impfung nur noch 1x jährlich gemacht.

Zu jeder Impfung gehört in der Tierarztpraxis eine gründliche Allgemeinuntersuchung. Oft werden hierbei Erkrankungen festgestellt, die dem Besitzer noch gar nicht aufgefallen waren, zB ein angeborener Nabelbruch oder Zahnstein. Schon aus diesem Grund ist die Jahresimpfung eine wichtige Voraussetzung für ein langes, gesundes Hundeleben.

Nachstehend finden Sie den Zeitplan für die Impfungen

Herkömmlich
6. - 7. Woche - Parvovirose (P), Zwingerhusten
8. - 9. Woche - Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose (SHLP)
12. - 13. Woche - Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose (SHLPT)
15. - 16. Woche - Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose (SHLPT)
Im höheren Alter reicht auch bei herkömmlicher Praxis eine Dreifachimpfung gegen Parvo, Leptospirose und Tollwut.

Allgemeine Informationen über die Impfung

Man unterscheidet eine aktive und eine passive Schutzimpfung (Immunisierung). Der menschliche und tierische Körper bildet nicht nur dann Abwehrstoffe, wenn er mit den lebenden, voll angriffsfähigen Krankheitskeimen in Berührung kommt, sondern er erkennt auch abgetötete oder in Ihrer Gefährlichkeit abgeschwächte Erreger als Antigen. Dieses natürliche Abwehrprinzip macht man sich bei der aktiven Immunisierung zunutze.

Aktive Immunisierung
Durch Verabreichung (Injektion, oral, nasal) eines Impfstoffs (Vakzine) aus abgeschwächten Erregern (Lebendimpfstoff) oder abgetöteten Erregern (Totimpfstoff) werden gegen diese Antigene vom Organismus Antikörper gebildet. Die Ausbiuldung des vollen Impfschutzes dauert einige Tage bis Wochen. In dieser Zeit ist der Körper noch infektionsempfänglich. Deshalb müssen die Tiere zur Impfung auch gesund und entwurmt sein.

Passive Immunisierung
Im Krankheitsfall oder bei Gefahr der Ansteckung werden dem Körper Antikörper als Sofortschutz zugeführt. Dieser Schutz hält jedoch nur kurze Zeit an, meist nur 3 bis 4 Wochen.

In den ersten Lebenswochen ist das Neugeborene durch Antikörper des Muttertieres, je entweder schon vor der Geburt (bei Hund und Katze) oder erst nach der Geburt über die Milch (bei Pferd, Rind, Schwein) übertragen werden, geschützt. Das Neugeborene ist durch die Mutter passiv immunisiert. Der erstmalige Zeitpunkt einer aktiven Schutzimpfung bei Jungtieren richtet sich daher nach der noch vorhandenen Anzahl an maternalen Antikörpern.

Bei Katzen ist dies in der Regel die 8. Lebenswoche. Eine belastungsfähige Immunität wird, besonders bei Jungtieren, erst nach wiederholter Impfung erreicht (Grundimmunisierung) und durch Wiederholungsimpfungen (Auffrischung) aufrecht erhalten.

Deswegen ist es wichtig, Jungtiere nicht zu früh zu impfen, da das Immunsystem der Welpen mit einer zu frühen Impfung nichts anfangen kann und ein Impfschutz somit nicht ordnungsgemäß aufgebaut wird. Überprüfen sie besonders bei Hundewelpen aus Zuchten genau den Impfpass, denn einige Züchter lassen ihre Welpen ganz gerne sehr früh impfen, um sie so schneller abgeben zu können.