hundefutterZum Thema Hundeernährung finden Sie eine Menge widersprüchlicher Meinungen, meist unbelastet von fachlichem Hintergrund. Im folgenden haben wir unsere Ansichten zu diesem wichtigen Thema für Sie zusammengestellt.

Fertigfutter ist für Privathaushalte heute die sinnvolle Basis jeder Hundefütterung. Die Zusammensetzung sowie die Zusätze an Vitaminen und Mineralien entsprechen aktuellen Erkenntnissen über die Bedarfszahlen des Hundes. Futterzusätze (Vitamintabletten etc) sind bei Alleinfuttermitteln grundsätzlich entbehrlich. Feuchtfutter nicht längere Zeit im Napf stehen lassen, sondern Reste nach 1/2 Stunde in die Dose zurückgeben und mit Deckel verschlossen im Kühlschrank lagern.

Selberkochen macht für Grossbetriebe wie Tierheime ökonomisch durchaus Sinn. Es erfordert aber die intensive Beschäftigung mit entsprechender tiermedizinischer Fachliteratur und die genaue Befolgung der dort angegebenen Rezepte. Für einen oder zwei Hunde ist der nötige Aufwand unserer Meinung nach zu
gross. Und eine einfach nach Gefühl zusammengestellte Ration ist immer in manchen Bestandteilen unausgewogen oder defizient.

Die Verträglichkeit von Knochen ist sehr individuell. Bei manchen Patienten führt schon ein einziger Kotelett-Knochen zur Verstopfung! Andere vertragen dank kräftiger Magensäure auch grössere Mengen. Die individuelle Grenze kann nur ausprobiert werden. Knochen sind kein Heilmittel gegen Zahnstein. Entgegen landläufigen Gerüchten sind Geflügel-Knochen heute durchaus unbedenklich. 20-jährige Suppenhühner mit glasharten Knochen sind heute Nostalgie. Unbedingt zu vermeiden sind dagegen Knochen von Wild. Diese sind hart und splittern.

Rohes Fleisch darf Ihr Hund nur bekommen, wenn es aus einer Quelle stammt, wo Schweinefleisch weder verkauft noch verarbeitet wird. Das heisst zB. von einem Geflügelhändler oder einem türkischen Metzger. Alles andere Fleisch (nicht nur das vom Schwein) ist als potentiell mit dem tödlichen Aujetzky-Virus infiziert anzusehen. Wie kommt das? Der Metzger benutzt den selben Fleischwolf, die selben Messer usw für alle Fleischarten. Eine Verschleppung kleiner Teile Schweinefleisch ist deshalb leicht möglich. Der Virus wird durch tiefkühlen nicht abgetötet. Sorgfältiges Garen inaktiviert ihn. Er ist für Menschen übrigens harmlos.
Getrocknete Schweineohren sind durch Erhitzen auf 120° keimfrei geworden und deshalb unbedenklich.