katze kastrationKastration - zum Schutz der Katzen 

Mehr als 100.000 Katzen werden jährlich ertränkt, erschlagen oder zu Tode gequält.
Circa 250.000 werden streunend in Wald und Feld abgeschossen. Mindestens genauso viele werden jedes Jahr auf unseren Straßen überfahren und gehen am Straßenrand oder in einem Garten elendig zugrunde.

Darüber hinaus enden unzählige Katzen in den Versuchslaboratorien als „preisgünstige Objekte” für entsetzliche Tierversuche.

Herrenlose Katzen, die auf verwilderten Grundstücken, in Gärten und auf Fabrikgeländen ihr Leben fristen, können sich und ihren Nachwuchs nicht ausreichend ernähren. Sie verhungern oder sterben langsam an einer Krankheit.

Nachwuchs aber stellt sich immer wieder ein. Geht man davon aus, dass ein Katzenpaar zweimal im Jahr Nachwuchs bekommt und jeweils nur drei Junge pro Wurf überleben, dann kommt man nach einem Zeitraum von 10 Jahren auf die stattliche Zahl von mehr als 8o Millionen Katzen.
nach 1 Jahr 12 Katzen 
    
nach 2 Jahren 66 Katzen 
    
nach 3 Jahren 382 Katzen 
    
nach 4 Jahren 2201 Katzen 
    
nach 5 Jahren 12.680 Katzen 
    
nach 6 Jahren 73.041 Katzen 
    
nach 7 Jahren 420.715 Katzen 
    
nach 8 Jahren 2.423.316 Katzen 
    
nach 9 Jahren 13.958.290 Katzen 
    
nach 10 Jahren über 80 Millionen Katzen! 

Oft stehen Vorurteile einer Kastration entgegen. Wer aber eine kastrierte Katze besitzt, kann folgende Punkte bestätigen:


Falsch Richtig 
    
Die kastrierte Katze wird fett und apathisch. Bei richtiger Ernährung und ausreichender Bewegung bleibt jede gesunde Katze lebhaft und neugierig wie eh und je. 

Die kastrierte Katze läßt das Mausen. Fast unausrottbare Mär. Eine von Haus aus gute Mäusefängerin obliegt dieser Leidenschaft auch nach der Kastration - im Gegenteil, sie wird davon weniger abgelenkt durch sexuelle Aktivitäten. 
    
Die Kastration verändert den Charakter der Katze; das Tier wird faul und träge. Falls die Kastration überhaupt Einfluß auf die Persönlichkeit der Katze hat, dann höchstens im positiven Sinne für den Halter (sie wird anhänglicher, doch hängt auch dies vor allem von der Art ab, wie sie behandelt wird). 
    
Die Kastration läuft der Natur zuwider.  Diese Einstellung ist egoistisch, da man ja der eigenen Katze zuliebe in Kauf nimmt, dass zahllose andere Katzen verwahrlosen, weil sie sich ungehindert vermehren können.
Darüber hinaus müßte, wer so argumentiert, in letzter Konsequenz in eine Höhle ziehen, da es bestimmt nicht natürlich für den Menschen ist, in Häusern zu leben. 
    
Ich will meine Katze nicht um das Vergnügen bringen!  Vermenschlichung: Bei der Katze handelt es sich um Trieb, nicht um Lust. Einen Trieb überdies, den sie nach der Katsration gar nicht mehr verspürt. Sie kann nicht unter einem Trieb leiden, den sie gar nicht mehr hat! Dagegen leiden unkastrierte Katzen, wenn sie eingesperrt gehalten werden, tatsächlich. 

Fakten über die Kastration ihrer Katze

Sprechen Sie mit ihrem Tierarzt über die Kastration Ihrer Katze. Dies ist heutzutage ein Routineeingriff, bei dem sie ihren Liebling morgens in der Tierartzpraxis abgeben und am Abend schon wieder abholen können.
Ihr Schatz darf an diesem Tag nichts mehr fressen und auch nur sehr begrenzt Wasser zu sich nehmen. Dies ist keine Schikane sondern eine Auswirkung der Narkose. Würden sie ihrem Liebling Futter geben, sie oder er würde es ohnehin nur wieder erbrechen - und das wollen sie Ihrer Katze doch nicht antun, oder? 

Sowohl bei Katzen als auch bei Katern spricht man in diesem Zusammenhang von "Kastration", dem Entfernen der Keimdrüsen. 
Bei der "Sterilisation" hingegen, ebenfalls wieder bei beiden Geschlechtern, verbleiben die Keimdrüsen im Körper der Katze/des Katers. Das Tier ist nach der Sterilisation zwar fortpflanzungsunfähig, benimmt sich durch die im Körper verbliebenen Leimdrüsen aber weiterhin wie ein unkastriertes Tier, was im Laufe der Zeit sowohl bei Katze als auch Kater unschöne Folgewirkung haben wird.
Von einer Sterilisation ist also dringend abzuraten.

Katzen können mit ~8 Monaten, Kater mit ~6 Monaten kastriert werden. Von einer zu frühen Kastration eines Katers ist unbedingt abzuraten, da beim adulten Tier Schwierigkeiten beim Harnlassen auftreten können. Eine augenzwinkernde Formel ist: "Wenn sie riechen, daß sie einen Kater haben, ist er reif für die Kastration."
Katzen sollten nicht während der Rolligkeit kastriert werden, da die Keimdrüsen zu diesem Zeitpunkt stark durchblutet sind. Haben Sie den Verdacht, daß ihre Katze rollig ist, verschieben sie den Termin der Kastration.

Überlegen sie sich, ob ihre Katze bei der Kastration auch gekennzeichnet werde soll. Die Tätowierung und/oder das Chippen der Katze wird normalerweise in Kombination mit der Kastration erledigt. Bei der Tätowierung werden beide Öhrchen der Katze tätowiert. Dadurch, daß die Tätowierfarbe ein paar Tage braucht, bis sie von der Katze selbst durch Putzen entfernt wird, sollten sie weiße Teppiche in der Zeit in Sicherheit bringen.
Beim Chippen wird ein kleiner Mikrochip unterhalb des linken Ohres implementiert, der mittels eines Lesegerätes abrufbar ist.

Beide Identifizierungsmerkmale werden mit ihrer Adresse einem Haustierregister gemeldet, so daß im Falle des Abhandenkommens Ihrer Katze eine eindeutige Identifizierungsmöglichkeit gegeben ist.